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Tschau, Tschüss, Aufwiedersehen!

Tschau, Tschüss, Aufwiedersehen! Ich glaube diesen Blog mache ich hiermit zu. Wird nichts mehr. Mein Rollstuhl und ich sind umgezogen nach Altona. Nach 25 Jahren nicht mehr St. Paulianer. Ein harter Treffer und Satz, aber dafür jetzt eine geile behindertengerechte Wohnung. Die Zeit mit 20359.de und kiezterror.de war nett, nein nicht nur nett, die Zeit war geil. Aber nun fängt ein neues geiles Leben in Altona an. Keine Panik, ich kann noch von kieznahem Wohnen sprechen.

Danke für die netten Jahre und alles alles Gute!!! Übrigens, ich bin nicht weg, sondern bastel jetzt ein bisschen an stuhlperspektive.de und bald auch wieder mehr an warmbold.de herum.

War wirklich nett mit Euch!!! Danke!!!

P.S. Ich würde übrigens gerne 20359.de (PLZ von St. Pauli) in gute Hände weitergeben.

E-Mail: warmbold@web.de

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Ich kann jetzt schon sagen 2013 war nicht mein Glücksjahr

Ich kann jetzt schon sagen 2013 war nicht mein Glücksjahr. Bisher 16 Wochen Krankenhaus und Rehaklinik. Das Chaos im Körper hat mittlerweile mehrere Namen bekommen, doch die Ursache ist  leider nicht definierbar; daraus folgt, keine bekannte Ursache, kein Vertreiben des Chaos im Körper.

Leider vor ein paar Monaten einen Rollstuhl gewonnen und daraus folgt nun die nächste Erklärung der Ruhe im Blog – 5 Stufen im Eingang lassen sich nicht überwinden. Aber, vielleicht ändert es sich bald, denn eine Hebebühne könnte dazu führen, dass ich zumindest wieder durch den Stadtteil rollen könnte, Veranstaltungen, Initiativen und hin und wieder die kleine Hotelbar am Rande der Reeperbahn aufsuchen könnte.

Die momentan herrschende Ruhe in diesem Blog bedeutet nicht, dass kein Interesse mehr besteht, dass die Schreibfaulheit gewonnen hat, sondern sie bedeutet, dass mein Leben gerade im absoluten Chaos vegetiert – 35 qm St. Pauli mit Kabel- und Internetanschluss.

Also sorry für komplette Stille im Blog, aber es gibt die Hoffnung, dass ich irgendwann wieder außerhalb der 35 qm St. Pauli auftauche, die zur Zeit leider meine ganze Welt sind. Zum Schluss ein kräftiges „SCHEISSE“! Genau, ich weiß dieses Wort sagt mensch nicht, aber es ist gerade die komplette Zusammenfassung der Situation in einem Wort.

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Modus SORRY und abwarten

Sorry, ich bin gerade nicht schreib- und mitteilungsfauler geworden. Vermutlich passiert im Stadtteil viel Wichtiges und doch ist es im Blog leider sehr sehr ruhig geworden.

Ich kann dafür momentan nur ein großes SORRY vermelden. Unbekannte gesundheitliche Probleme schlagen leider gerade seit Wochen bzw. Monaten zu und es ist keine Lösung in Sicht. Kein Arztbesuch brachte eine Lösung.

Äh, prinzipiell freut der Mensch sich ja, wenn der Arzt nichts findet, doch im momentanen grausamen und nervenden Schwindelzustand des Kopfes wäre jede passende Diagnose eine sehr große Erleichterung, doch…

Insofern bleibt das hier wohl leider noch etwas ruhiger in nächster Zeit, außer irgendein Arzt findet die passende Lösung. Also Modus SORRY und abwarten.

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Schlagermove 2012 – Kurz gesagt – Anwohner wollte nach Hause – Endstation Notaufnahme

Schlagermove – Ein Festival der Liebe. Für einen Bewohner des Stadtteils St. Pauli endete das diesjährige Festival der Liebe nicht im Kornfeld, sondern in der Notaufnahme eines Krankenhauses.

Kurz gesagt – Anwohner wollte nach Hause, versuchte die Haustür aufzuschließen und bekam von hinten ohne jeglichen Grund eine Glasflasche seitlich über den Kopf geschlagen. Bisher ist immer noch nicht sicher, ob die erlittenen Verletzungen ohne böse Nachwirkungen verheilen werden.

Das volltrunkene feierwütige Besucher des Stadtteils St. Pauli untereinander auf sich losgehen, ist eigentlich nichts besonderes, aber das sie ganz normale Anwohner körperlich angreifen ist ein völlig neuer Zustand.

Leider eine Entwicklung, die sich in letzter Zeit mehr und mehr abzeichnete. Lange Zeit war es in St. Pauli egal, wie man aussah, ob dick oder dünn, ob super oder ein bisschen abgerissen angezogen, ob lange oder kurze Haare; es herrschte eine gewisse Toleranz in diesem Stadtteil. Doch mit der immer weiter zunehmenden Vermarktung des Stadtteils und Veränderung der Bewohnerstruktur ist diese Toleranz leider verschwunden – LEIDER!

Es scheint so, als hätte die Agressivität gewonnen.

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Mit dem heutigen Tag ist die schlimmste Zeit dieses Jahres in St. Pauli wohl zu Ende

Wenn wir den heutigen Tag geschafft haben, dürften wir den grausamsten Tag des Jahres in St. Pauli hinter uns gebracht haben. Es dürfte schwer sein, soviel Peinlichkeit in einer einzigen saufenden und grölenden Menge irgendwie noch zu überbieten.

Den Veranstaltern und der peinlichen Movemenge scheint es egal zu sein, dass massenweise Anwohner des Stadtteils St. Pauli aus ihren Wohnungen fliehen und in weit entfernten Stadtteilen oder Städten für einen Tag um Asyl bitten, weil sie diesen Tag in ihren Wohnungen absolut nicht ertragen können.

Doch, wir dürfen uns auch freuen, denn mit dem heutigen Tag ist die schlimmste Zeit dieses Jahres in St. Pauli wohl zu Ende. Motorradgottesdienst, Eurowischen Songcontest, Rudelschauen auf dem Heiligengeistfeld, Harley Days und Schlagermove sind für dieses Jahr überstanden!

Eine interessante Frage wurde mir heute hin und wieder zugelallt „Warum fotografierst Du den Müll?“. Meine Antwort, weil ich darin leben muss.

Zum Schluss noch der Hinweis, bitte die nächsten Tage nicht mit dem Fahrrad durch St. Pauli fahren, es besteht sehr hohe Plattfußgefahr!!!