„Schiffstaufegefährdung“

06. Februar 2010

Soeben haben  wir  der  Hamburger Morgenpost entnommen, dass ein mit 2000 geladenen Gästen geplanter Kurztörn der AidaBlu in Richtung Nordsee aufgrund des starken Eisganges auf der Elbe abgesagt wurde. Die Reederei wolle verhindern, dass das Schiff beschädigt werde und die geplante Jungfernfahrt nicht stattfinden kann.

(Zitiertes Schnippselchen: Hamburger Morgenpost Online-Ausgabe)

Und Schuld hat natürlich der überraschend eingetroffene Winter. Nun doch keine Klimaerwärmung mehr, sondern drohende riesige Eisberge  in der Elbe?

(Foto: IM Foto)

Kann die für den 9. Februar geplante Taufe der AidaBlu im Hamburger Hafen stattfinden? Ist das erste große Hafenevent dieses Jahres durch den Extremwinter gefährdet? Wir hatten gerade die zündende Idee! Hamburgerinnen und Hamburger: Alle in der Stadt zur Verfügung stehenden Heizpilze, Wärmedecken und Wärmflaschen sofort in den Hamburger Hafen!!!

Wenn kein Hoch, oder Tief der Stadt Tauwetter bringt, dann müssen WIR ALLE die Elbe erwärmen, denn sonst droht in der nächsten Woche der schlimme Tatbestand der „Schiffstaufegefährdung“!

Also in den nächsten Tagen nicht rodeln gehen, oder durch verschneite Wälder schlendern, sondern die Elbe erwärmen!!! EVENTGEFÄHRDUNGSALARM wird ausgerufen!!!

Magenschmerzen – Aufwertung – Steilshoop

04. Februar 2010

Steilshoop liegt weit, ja ziemlich weit von St. Pauli weg und ich glaube, mein letzter Besuch in dem Stadtteil ist im Juli 1996 zu datieren.

Daraus folgt: Mein Kenntnis- und Erinnerungsstand beim Thema Stadtteil Steilshoop ist eher gering und ziemlich alt. Insofern mag ich mit meinen Magenschmerzen, die eine Pressemitteilung von „DIE LINKE“  gerade hervorriefen ziemlich falsch liegen und ich lasse mich gerne eines Besseren belehren.

In der Pressemitteilung freut sich „DIE LINKE“, dass sich die GAGFAH Group mit 1,5 Millionen Euro an der Aufwertung des Stadtteils beteiligt. Um ganz ehrlich zu sein, ich frage mich, ob man sich über die Aufwertung eines Stadtteils wirklich so richtig freuen kann. Das Wort Aufwertung in Zusammenhang mit Stadtteilen führt bei mir immer zu großem Unbehagen, denn die Folgen einer Stadtteilaufwertung sind meistens für die alten MieterInnen grausam.

DIE LINKE begrüßt Beteiligung der GAGFAH Group in Steilshoop

Nach einer unrühmlichen Hängepartie und zahlreichen Gesprächen hat die GAGFAH GROUP jetzt angekündigt, sich mit 1,5 Mio. € an der Aufwertung Steilshoops zu beteiligen. Die Gesamtkosten des Projekts getragen von den Wohnungseigentümern in Steilshoop und dem Land Hamburg belaufen sich auf 7,55 Mio. €.

DIE LINKE begrüßt diese Entscheidung und freut sich, dass die Planungen für die Umgestaltung der Mittelachse und der übrigen Maßnahmen nun wieder aufgenommen werden können.

Frank Hiemer, Bezirkssprecher in Wandsbek: „Wir freuen uns für die Steilshooper, dass die GAGFAH nun endlich einlenkt. Das Verhalten des größten Grundeigentümers in Steilshoop zeigt aber auch, wie problematisch es ist, wenn große Wohnungsbestände privatisiert werden. Ob die 7,55 Mio. € angesichts der zu lösenden Aufgaben, insbesondere im Bereich der Mittelachse, mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein sind, bleibt abzuwarten“.

Für die öffentliche Sitzung des AsSt (Ausschuss für soziale Stadtentwicklung) in der Bezirksversammlung Wandsbek am 22. Februar, 18:00 Uhr wurde auf Antrag der LINKEN ein Vertreter der GAGFAH eingeladen. Der Leiter der GAGFAH Region Nord hat seine Teilnahme inzwischen zugesagt.

Gruppe Gutzeit – Endlich einmal eine sinnvolle Liedäußerung zum Thema Elbphilharmonie

03. Februar 2010

Endlich einmal eine sinnvolle Liedäußerung zum Thema Elbphilharmonie. Beim lustigen herumsurfen durch das Internet stieß ich heute nicht ganz unzufällig auf die Seite der Gruppe Gutzeit – Spott-, Hetz- und Lästersongs.

(Experimentelles Foto: IM Foto)

Der neueste Song der Gruppe Gutzeit beschäftigt sich „spottig, hetzend und lästernd“ mit dem Thema Elbphilharmonie. Sehr zu empfehlen! Übrigens, man kann den Song auf der Seite sogar downloaden und sich immer und immer wieder anhören. Und das Irre an der Sache ist, das Ganze kostet keine  Millionen.

–> hier geht es in Richtung Gruppe Gutzeit und Download:  http://www.gruppegutzeit.de/page.php?modul=Article&op=read&nid=45&rub=5

Wo wir gerade bei der Gruppe Gutzeit sind:

Es gibt demnächst ein Konzert, das besonders für RaucherInnen interessant ist, denn es darf geraucht werden!

Besonders für RaucherInnen wird unser Konzert am *20.2.10* um 20:00 Uhr in der *Grete *(Margaretenstr. 33, Hamburg-Eimsbüttel) ein Highlight. Einzig der Sänger ist Nichtraucher …

Der Eintritt ist frei!

P.S. Der Hinweis auf den erlaubten Rauchgenuss während des Konzertes kommt nicht von mir!!! Es handelt sich dabei um ein Originalzitat aus einem Newsletter der Gruppe Gutzeit.

Winterstadtteilgang

02. Februar 2010

Puh, ich werde alt, denn heute habe ich bei einem Gang durch den Stadtteil in mir ganz leise gedacht, dass es früher besser war. Nein, nicht wirklich, aber vor den Häusern und auf den Straßen wurde im Ernstfall zeitnah und zügig neu gefallener Schnee fort geschippt. Entweder gab es einen Plan, in welchem geregelt war, welche Mietpartei an welchem Tag den Winterdienst vor dem Hause hatte, oder es gab noch richtige Hausmeister, die zum Beispiel mit einem Schneeflug die Gehwege vor den Häusern von Schnee und Eis befreiten. Und es dämmert in meinen ganz tiefen Kindheitserinnerungen, auch die Hamburger Stadtreinigung durchfuhr Seitenstraßen mit einem Schneeflug und streute gar.

Statistisch gesehen wäre es sehr interessant zu ermitteln, wie viele Hausmeister gab es 1970 und wie viele Hausmeister gibt es im Winter 2010 noch. Ich fürchte, die Entwicklung wird grausam sein. Dafür gibt es heute aber unzählige Firmen, die sogenannte Hausmeisterdienste anbieten und damit es sich rechnet, werden unzählige Objekte angenommen. Die Befürchtung ist, dass jetzt im Wintereinbruch nicht wirklich mehr Personal eingestellt wurde, so dass diese Firmen zwar oft für den Winterdienst kassieren, ihn aber absolut nicht durchführen können.

Mein Winterstadtteilgang führte mich auch an der Ortsdienststelle St. Pauli in der Simon-von-Utrecht-Straße vorbei und nicht einmal mehr vor öffentlichen Gebäuden wird heute irgendein Winterdienst durchgeführt.

Auf den nächsten Abrechnungen für die Nebenkosten werden aber garantiert die Umlagen in voller Höhe für die in Auftrag gegebenen Winterdienste sein und auch die Hamburger Stadtreinigung wird keine Gutschrift dafür erteilen, dass sie wochenlang keinen Gehweg von Schnee und Eis befreit hat.

Planung Studentenwohnheim Hamburger Berg – Haus- und Diplomarbeiten können dann dort wohl nur in strengen Winternächten geschrieben werden

26. Januar 2010

Endlich habe ich es einmal geschafft mir das Gebäude, oder das Grundstück vorher anzuschauen, bevor es Thema in der Sitzung des Sanierungsbeirates Wohlwillstraße sein wird. In der heutigen Sitzung geht es unter anderem um eine Teilfortschreibung für das Grundstück Hamburger Berg 31.

Entwurf Beiratsempfehlung Nr. 01/2010
Teilfortschreibung für das Grundstück Hamburger Berg 31

Dem Sanierungsbeirat ist auf seiner heutigen Sitzung die im Rahmen einer Bauvoranfrage erstellte Planung des Abbruchs der eingeschossigen Bebauung und der Neubebauung mit einem sechsgeschossigen Gebäude vorgestellt worden. Im Erdgeschoss ist demnach eine gastronomische Nutzung oder ein Musikclub vorgesehen, in den Obergeschossen ein Studentenwohnheim.

Der Sanierungsbeirat befürwortet die Planungen und spricht sich für den Fall, dass ein gleich lautender Bauantrag desselben Grundeigentümers gestellt wird, für eine entsprechende Teilfortschreibung des Erneuerungskonzeptes aus. Dort ist bereits ein Abbruch und Neubau vorgesehen, allerdings überschreitet die aktuelle Neubauplanung den bislang ausgewiesenen Neubau in der Anzahl der Vollgeschosse und in der Bautiefe. Dadurch ändert sich die Ausweisung für den Neubau Hamburger Berg 31 wie folgt: „Neubau, sechsgeschossig, überwiegend Wohnen, Studentenwohnheim, Gewerbe im Erdgeschoss“ anstatt bisher „Neubau, viergeschossig, überwiegend Wohnen, Gewerbe im Erdgeschoss“.Der Sanierungsbeirat empfiehlt dem Ausschuss für Wohnen und soziale Stadtentwicklung dieser Teilfortschreibung unter den o.g. Bedingungen ebenfalls zuzustimmen.

Momentan sind dort noch zwei gastronomische Betriebe ansässig, deren Tage vermutlich gezählt sind. Im geplanten Neubau ist zwar im Erdgeschoss Gewerbe vorgesehen, doch ob sich die bisher ansässigen Betriebe dann noch die Mieten leisten können, erscheint sehr fragwürdig. Auch weiß man ja auch nicht, ob die Betriebe dann noch in das gewünschte Bild passen.

Eine sehr interessante Frage, warum im Hamburger Berg ein Studentenwohnheim gebaut werden soll? Kann man daraus schließen, dass sich der Hamburger Berg nicht mehr für eine normale Wohnbebauung aufgrund der Lärmentwicklung durch die feiernden Horden eignet? Ist der Hamburger Berg nunmehr komplett in den Händen der Partyszene?

Haus- und Diplomarbeiten können dann dort wohl nur in strengen Winternächten geschrieben werden. Ein Blick auf das Bild zeigt, dass die hinteren Häuser in naher Zukunft dann nur noch von Tageslicht in ihren Räumen träumen können, aber vermutlich werden die Nächte etwas leiser werden, denn geplante sechs Stockwerke werden wohl einigen nächtlichen Partylärm fern halten.

Gute Frage, nächste Frage!

23. Januar 2010

Gestern aus der Ferne auf der Reeperbahn entdeckt:

Gute Frage, nächste Frage! Wenn der Betrachter denn nun wüsste, was der Hamburger Senat in Bezug auf den aufhängenden gastronomischen Betrieb schon alles verboten hat. Eine kurze, aber prägnante Darstellung der bisher erteilten Verbote wäre hilfreich zum Verständnis der hängenden Meinungsäußerung gewesen.

Geht es gar um das Rauchverbot, oder um die Absage der Harley Days 2010 und 2011 in Hamburg? Sind vielleicht gar beide Verbote in die aufgeworfene Frage einbezogen? Wenn man nun genau wüsste, welche Verbote gemeint sind, so wäre es prinzipiell leichter weitere Verbote aufzuzählen.

Post aus Berlin – ziemlich viele ????? geisterten durch meinen Kopf! Habe ich eventuell in einem Blogeintrag die Bundeskanzlerin verunglimpft?

21. Januar 2010

Hamburg St. Pauli kurz nach dem wach werden beim Gang zum Briefkasten pures Erstaunen. Die Sehkraft noch nicht vollständig vorhanden, denn der erste Kaffee lief gerade durch die Kaffeemaschine und der Denkapparat war noch im selben Modus wie der Computer: langsames Hochfahren und vorsichtig das Betriebssystem starten.

(Zur Vergrößerung bitte anklicken)

Ein Brief aus Berlin mit dem Absender Bundeskanzleramt. Ziemlich viele ????? geisterten durch meinen Kopf. Was will man von mir? Hatte ich irgendwann eine Mail an die Bundesregierung geschrieben? Habe ich eventuell in einem Blogeintrag die Bundeskanzlerin verunglimpft? Und alles vor dem ersten Kaffee. Ein Blick auf den Umschlag und dann die Frage, warum verwendet die Bundesregierung Briefmarken?

Doch nach dem ersten Kaffee und genauerer Betrachtung die Erkenntnis, nicht das Bundeskanzleramt schrieb, sondern das Bundeskranzleramt schrieb. Es handelte sich nicht um die Bundesregierung, sondern um die Bundesredesignung.

(Zur Vergrößerung bitte anklicken)

Um ganz ehrlich zu sein, eine nette Idee den Bundestag am 07. November dieses Jahres aufzulösen, doch so ganz habe ich diese Aktion nicht wirklich verstanden.

Abgestempelt wurde der Brief in Mannheim, doch keine Ahnung ob ich dort jemanden kenne, der mich am frühen Morgen verwirren wollte.  Es würde mich ja doch interessieren, wer steckt dahinter und woher stammt meine Adresse?

Vielleicht löse ich ja in den nächsten Tagen die vor dem ersten Morgenkaffee aufgeworfenen Fragen. Auch die angegebene Internetadresse http://bundeskanzleramt.wordpress.com brachte bisher keine Erläuterung.

1000 Euro auf einmal, oder fünfmal 200 Euro

20. Januar 2010

Es scheint, als wäre das Zweitausendzehnproblem der Banken behoben, denn die alte Arroganz und Unfreundlichkeit hat wieder Einzug im Kundengespräch gefunden. Die Karte mit meinem guten Namen war gestern nämlich nicht mehr beim bezahlen lesbar. Also musste ich, wie eigentlich jedes Jahr wieder eine neue Karte beantragen. Gestern hatte ich auf der Homepage meiner Bank gelesen, dass ich nunmehr endlich mit meiner Karte täglich bis zu 1000 Euro aus dem Geldautomaten abheben kann. Ein netter Gedanke, wenn soviel Deckung vorhanden ist. Doch ganz ehrlich, mir behagt dieser Tatbestand nun ganz und gar nicht.

Sicher habe ich meine PIN nirgends notiert, sondern nur in meinem Kopf gespeichert, doch hin und wieder hört man böses, was so an Geldautomaten passiert und ich kontrolliere nun wirklich nicht stündlich meine Kontobewegungen. Es würde zwar nicht lange dauern, bis der Geldautomat nichts mehr ausspucken würde, aber der Gedanke, dass dieses so schnell von sich sich gehen könnte, machte mir Sorgen.

Mein Wunsch war heute nun, dass man den Höchstbetrag pro Tag erheblich vermindern sollte. Zur Antwort bekam ich, dass dieses nicht gehen würde, man aber meinen Dispo sofort auf Null setzen könnte, da dann sich ja der Betrag vermindern würde. Also lediglich nur Risikoverminderung auf Seiten der Bank.

Irgendwie schreit das nach Eröffnung eines neuen Schriftverkehrs mit meiner lieben Bank, denn ich hätte ja schon gerne Einfluss darauf, wie viel pro Tag von meinem Konto „gerupft“ werden kann. Es macht ja schon einen Unterschied, ob 1000 Euro auf einmal aus dem Automaten kommen, oder ob zum Beispiel fünf Besuche a 200 Euro dafür am Geldautomaten notwendig sind.

Wobei ich natürlich davon ausgehe, dass Menschen, die mein Konto rupfen wollen, eher in Tränen als in Jubel ausbrechen werden.

Aber, aus Prinzip gibt’s jetzt erstmal erheblichen Diskussionsbedarf!

126. Sitzung des Sanierungsbeirates Wohlwillstraße

19. Januar 2010

Einladung als PDF-Datei

Entwurf Beiratsempfehlung als PDF-Datei

…doch die Hoffnung stirbt immer zuletzt

18. Januar 2010

Ich war kurz davor aus großer Freude eins zu werden mit Teilen der Politik des schwarz-grünen Senats in Hamburg. Doch, die große Freude währte nicht lange, sondern nur ein paar Tage. Absage der Harley Days 2010 und Verlegung des Fanfestes 2010 weit weg aus dem Stadtteil St. Pauli.

Doch dann reines Entsetzen und großes Gejammer auf vielen Seiten. Um es ganz ehrlich zu sagen, auf Seiten vieler BewohnerInnen des Stadtteils St. Pauli war große Freude zu beobachten, die leider vergangenen Freitag durch die Nachricht, dass das Fanfest doch auf dem Heiligengeistfeld stattfindet sehr getrübt wurde.

Der Tagespresse war zu entnehmen, dass der Veranstalter des Fanfestes, die uba GmbH: – Event Agentur Hamburg der Stadt ein neues überarbeitetes Angebot unterbreitet hat, welches die Hamburger Sportsenatorin Karin von Welck zu einer großen Wendung veranlasst haben muss.

Nun bleibt nur noch die Frage, wann kommt die Kehrtwende des Hamburger Senates bei der zweiten Veranstaltung, die die uba GmbH: – Event Agentur in Hamburg durchführen möchte, nämlich die Harley Days 2010?

Ich fürchte, es wird nicht mehr sonderlich lange dauern, doch die Hoffnung stirbt immer zuletzt.